– Aßmann rückt in den Vorstand auf –

Guhe-Strothmann verabschiedet – Vorstand der HSG Osnabrück einstimmig entlastet
Gemeinsam die HSG-Zukunft gestalten: Der neue Vorstand mit Mathias Wygold, Katharina Aßmann und Fabian Siebert (v. links). Foto: Lars Bennhoff.

Nicht jährlich, sondern lediglich alle zwei Jahre tritt die Mitgliederversammlung der HSG Osnabrück, dem Zusammenschluss der Handball-Abteilungen des Osnabrücker SC, des SV DJK Rasensport und des SV Hellern, gemäß ihrer Satzung zusammen. So geschehen am vergangenen Freitag, den 8. Juni, als sich bei bestem Wetter und parallel zum Länderspiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft nicht allzu viele Mitglieder der HSG in die Räumlichkeiten des OSC verirrten, um den der Sitzung beizuwohnen. Einen Umstand, den der alte und neue Vorsitzender der HSG, Mathias Wygold, aus zwei Perspektiven betrachtet: „Sicherlich wäre es schön gewesen, noch einige Mitglieder mehr bei der Versammlung begrüßen zu dürfen und damit auch die Wahlen auf eine breitere Basis zu stellen. Doch ich werte die recht übersichtliche Anteilnahme ebenso als Resultat einer guten Arbeit in den letzten Jahren, denn erfahrungsgemäß ist oft mehr los, wenn es etwas zu kritisieren gibt.“

Kritik indes gab es in der Tag nicht auf einer harmonischen Versammlung, bei der neben der Entlastung des alten Vorstandes auch die Wahl des neuen auf dem Programm stand. Zunächst jedoch berichtete der 2016 für zwei Jahre gewählte Vorstand, bestehend aus Mathias Wygold, Fabian Siebert und Andrea Guhe-Strothmann, über die Entwicklung der letzten Jahre, die Aussichten für die Zukunft und den Spielbetrieb der kommenden Saison. Neben drei Meisterschaften (Verbandsliga weibliche B-Jugend, Landesliga weibliche C-Jugend und Regionsliga 4. Damen), die es zu feiern gegeben habe, sei der weiblichen A-Jugend durch ihre Teilnahme an der Bundesliga-Qualifikation, aus der man sich auch aufgrund von Verletzungssorgen früh habe verabschieden müssen, ein echter Meilenstein in der HSG-Historie gelungen. Mit der 2. Damen musste im Gegenzug lediglich ein Team den Gang in eine niedrigere Spielklasse per Abstieg in Kauf nehmen. Die 1. Damen und 1. Herren spielten jeweils ihre beste Saison der jüngeren Vergangenheit und gehörten zur erweiterten Spitze der Landesliga.

Neben der Entwicklung der Öffentlichkeitsarbeit und des Marketings, die durch die Etablierung eines neuen Logos, einer neuen Internetseite und des Ausbaus der Social-Media-Reichweite gelungen sei, könne man auch mit Blick auf das Eingehen neuer Kooperationen, zu denen besonders L+T Teamsport als Ausrüster sowie die TSV Hannover-Burgdorf als neuem Partnerverein zählen,  ein positives Fazit der letzten zwei Jahre ziehen. So wurde dann auch der Vorstand schließlich ohne Gegenstimme einstimmig durch die Versammlung entlastet, nachdem Versammlungsleiter Wolfgang Münnich zuvor noch die Finanzen der Jahre 2016 und 2017 erläutert und der HSG ein positives Ergebnis bescheinigt hatte: „Aus den vergangenen Jahren besitzen wir noch etwas Puffer, was aber auch notwendig sein dürfte, da wir im Spielbetrieb mit steigenden Kosten rechnen dürfen.“ Kosten, die die HSG jedoch gerne sehen dürfte, da sie als Resultat der erfolgreichen Jugendarbeit entstehen, in der sich insgesamt sechs Mannschaften für höhere Aufgaben empfehlen konnten. So treten die weibliche A-, die weibliche B- und die männliche C-Jugend in der kommenden Saison jeweils in der Oberliga respektive der Oberliga Vorrunde an. Die weibliche B2-, die männliche A- sowie die männliche B-Jugend in der Landesliga.

Nach vielen Jahren erfolgreicher Arbeit: Andrea Guhe-Strothmann zieht sich aus der Vorstandsarbeit zurück und wird herzlich verabschiedet. Foto: Katharina Aßmann.

Doch nicht nur die Spielklassen einiger Mannschaften ändern sich zur neuen Saison. Auch im Vorstand erfolgt ein Wechsel. So zeigte Andrea Guhe-Strothmann frühzeitig an, dass sie für keine weitere Amtszeit zur Verfügung stehen werde. „Das bedauern wir sehr, können ihre Beweggründe aber gut nachvollziehen und sind froh, dass Andrea uns in ihren vielen anderen Funktionen hoffentlich noch lange in der HSG erhalten bleibt“, äußert sich Wygold über das Ausscheiden seiner Mitstreiterin aus dem Vorstand. Guhe-Strothmann, die sich selbst scherzhaft als „letzten Dinosaurier des HSG-Vorstandes“ bezeichnete, blickt nicht ohne Stolz auf ihre Zeit in diesem Gremium zurück. Und das mit Fug und Recht, denn ohne Andrea Guhe-Strothmann würde es die HSG in ihrer heutigen Form wohl kaum geben, war sie doch gemeinsam mit einigen wenigen Mitstreitern eine der Initiatorinnen des Wagnisses Spielgemeinschaft, das sich hernach prächtig entwickelte. Für den vakant gewordenen Posten schlug Wygold der Versammlung Katharina Aßmann vor, während neben ihr mit Mathias Wygold (Vorsitz), Fabian Siebert (Stellvertreter), Anna Giebmeyer (Jugendwartin) und Lars Bennhoff (Kassenwart) alle verbliebenen Mitglieder des Vorstandes erneut für ihre Ämter kandidierten. Münnich schließlich schlug der Versammlung vor en bloc zu wählen, was auf keinerlei Proteste stieß und bei der anschließenden Wahl ein einstimmiges Ergebnis zugunsten aller fünf Kandidaten hervorbrachte.

Zum guten Schluss genehmigten die HSG-Mitglieder erneut einstimmig das eingangs vorgestellte, neue Konzept der HSG, das laut Wygold gleichsam einem Leitbild entspreche, an dessen Mitgestaltung und Weiterentwicklung zukünftig alle Mitglieder der Spielgemeinschaft eingeladen seien. Einsehbar ist das neue Leitbild über folgenden Link: http://hsg-os.de/leitbild/

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