– Negativ-Trend setzt sich fort –

HSG verliert zum dritten Mal in Folge – Zu viele Fehler bei starkem Aufsteiger

Nun ist er endgültig abgefahren, der Zug Richtung Verbandsliga. Nach der dritten Niederlage in Serie, gleichsam der vierten aus den letzten sechs Begegnungen, droht den Landesliga-Handballern der HSG Osnabrück sogar noch das Abrutschen ins Mittelfeld der Liga. Glimmte trotz der herben Niederlage im Derby gegen Bramsche noch ein kleiner Restfunken Aufstiegshoffnung, so ist dieser nach der 34:29-Niederlage bei Aufsteiger HSG Altes Amt Friesoythe nun vollends erloschen. Gegen solide Hausherren leisteten sich die Osnabrücker zu viele vermeidbare Fehler und eine Abwehr, die diesen Namen nur in wenigen Phasen verdiente.

Auch seine zehn Treffer reichten der HSG nicht: Osnabrücks Jan Wendte. Foto: Martin Köchert.

Beim Tabellensiebten, gegen den die HSG neben Jan-Nicolas Pötter auch auf Frederic Hinz, Marvin Lötzbeyer, Johannes Rüschen und Alexander Schilling verzichten musste, versuchten es die Hasestädter zu Beginn mit einer offensiven Deckungsvariante, um die Kreise von Liga-Toptorjäger Nils Albers zu stören. Eine Maßnahme, die nur bedingt Erfolg hatte. Zwar erzielte Albers bis zur 20. Minute lediglich einen Treffer, doch die Osnabrücker offenbarten dafür andernorts große Lücken im Defensivverbund. Lücken, zu deren Nutzung sich der Gastgeber aus Friesyothe nicht zweimal bitten ließ. Gerieten die Osnabrücker schnell mit 2:0 ins Hintertreffen, so hielten sie die Partie bis zum 5:4 wenigstens offen, ehe sich die HSG Friesoythe in der 11. Minute erstmals auf vier Treffer absetzen konnte (8:4). Positiv aus Osnabrücker Sicht: Gleich mehrfach gelang es, den Gegner an den Rand des Zeitspiels zu manövrieren. Negativ: So gut wie immer konnte die Deckungsarbeit nicht bis zum Ballgewinn aufrechterhalten werden und ermöglichte dem Gegner so, dennoch schlussendlich eine Lösung zu finden. Noch einmal verkürzte Jan Wendte per Siebenmeter auf 11:8, doch nachdem die Hasestädter in der sich anschließenden Überzahl ohne Tor blieben, setzte sich der Gastgeber beim 14:8 erstmals auf sechs Tore ab. Eine halbe Minute vor dem Ende des ersten Durchgangs bot sich für die Osnabrücker HSG noch einmal die Chance, auf vier Treffer zu verkürzen und so mit einem drehbaren Rückstand in die Halbzeit zu gehen. Symptomatisch für das Spiel der Gäste an diesem Tag jedoch, dass die angesagte Konzeption zwar gut aber zu früh gespielt wurde, sodass die Hausherren noch einmal in Ballbesitz kamen und mit der Sirene auf 19:14 stellten.

Mit sichtbarem Willen, den Rückstand noch aufzuholen, präsentierte sich die Osnabrücker Sieben, bei der Jan Wendte mit zehn Treffern bester Schütze des Tages war, nach Wiederanpfiff. Gleich mehrfach bot sich in den ersten Minuten der zweiten Hälfte die Möglichkeit, auf drei Treffer zu verkürzen und somit in Schlagdistanz zu kommen. Doch so oft sich die Osnabrücker nun in der Deckung Bälle erkämpften, umso öfter verloren sie diese im Gegenzug im eigenen Angriff wieder. Zwar kassierten die Gäste im zweiten Durchgang weniger Gegentore, doch optisch zeigte sich die Deckung in vielen Situationen kaum verbessert. Friesyothes Rückraumschützen um den am Ende doch noch 13 mal erfolgreichen Albers konnten nach Belieben schalten und walten, ohne dass sich ihnen nennenswerte Gegenwehr entgegenstemmte. In der Konsequenz setzten sich die Hausherren sukzessive weiter ab und führten beim Stand von 29:21 in 51. Minute erstmals mit acht Treffern. Ein weiteres sich anbahnendes Debakel konnten die Gäste um ihren Spielmacher Fritz Rothe dann in der Schlussphase jedoch abwenden und durch die letzten drei Treffer der Partie zwar nur noch sogenannten Ergebnis-Kosmetik betreiben, die Niederlage damit aber wenigstens im Rahmen halten.

Positiv zu bemerken ist, dass sich die Mannschaft der HSG Osnabrück trotz bereits nahezu aussichtsloser Situation zu keinem Zeitpunkt in ihr Schicksal fügte, sondern bis zum Spielende bereit war, zu kämpfen. Dennoch lässt sich konstatieren, dass angesichts der mangelhaften Defensive und der Vielzahl technischer Fehler eine Leistung zustande kam, mit der es gegen jeden der kommenden Gegner schwer werden dürfte. Nach der neuerlichen Pleite rutschen die Osnabrücker vorerst hinter der Eickener Spvg., ihren nächsten Gegner, auf Rang vier ab. Gespielt wird am kommenden Samstag, um 18 Uhr in der der OSC-Halle.

HSG Osnabrück: Jan Wendte 10/3, Mirco Wolter 5, Robin Junghans 4, Fritz Rothe 4, Christian Bolte 2, Steve Gerber 2, Malte Fallenbeck 1, Béla Mokrys 1, Maximilian Große Wördemann, Johannes Frostmann (TW), Johannes Küpper (TW), Sebastian Siebert (TW). Trainer: Mathias Wygold.

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