– Im Topspiel Platz eins zurückerobert –

Überzeugendes 27:23 in Dinklage – HSG überwintert an der Tabellenspitze

Im Spitzenspiel der Handball-Landesliga feierten die Männer der HSG Osnabrück bei Spitzenreiter TV Dinklage einen verdienten 27:23-Erfolg, fügten den Hausherren die erste Heimniederlage seit Januar bei und übernahmen dadurch selbst die Spitzenposition der Liga. Durch die überraschende 27:29-Heimpleite der Eickener Spvg. gegen den TvdH Oldenburg II wird die Mannschaft von Trainer Timm Dietrich darüber hinaus definitiv über die Weihnachtspause von Platz eins grüßen.

Acht Mal erfolgreich im Spitzenspiel: Osnabrücks Jan-Nicolas Pötter (hier in der Partie gegen Friesoythe). Foto: Martin Köchert.

Osnabrücks Trainer Timm Dietrich setzte im Rückraum zunächst auf die spielstarke und schnelle Variante mit Marvin Lötzbeyer, Johannes Rüschen und Fritz Rothe. Dennoch dauerte es zunächst etwas, bis sein Team offensiv in die Partie fand. Beiden Kontrahenten war zu Beginn der Partie der gegenseitige Respekt spürbar anzumerken und so fiel erst nach einer beinahe sechsminütigen Phase des Abtastens der erste Treffer der Partie durch Dinklages, insgesamt fünfmal erfolgreichen Rückraumschützen Patrick Haskamp. Bis zum Stand von 4:4 blieb die Partie in der Folge ausgeglichen, ehe die Gäste aus der Hasestadt erstmals andeuteten, dass die Defensive an diesem Abend das Pfund sein würde, mit dem man zu wuchern bereit war. So ließ die HSG-Deckung um den überragenden Johannes Küpper im Tor zwischen der 13. und 22. Minute lediglich zwei Gegentreffer zu und setzte sich während dieses Abschnitts kurzzeitig erstmals auf vier Treffer zum 4:8 ab. Doch so leicht wollte sich die Schützlinge von Trainer Markus Gabler den Schneid vorerst doch nicht abkaufen lassen. So kämpften sich die Hausherren zurück und stellten erneut durch Haskamp zum 8:10 den Anschluss wieder her. Es sollte gleichsam fünf Minuten vor der Pause der letzte Torerfolg der Gastgeber im ersten Durchgang bleiben. Der inzwischen in Partie gekommene Jan-Nicolas Pötter, sowie zweimal der siebenfache Torschütze Jan Wendte stellten bis zum Seitenwechsel auf 8:13 und sorgten so für eine vergleichsweise komfortable Führung ihres Teams.

Auch nach Wiederbeginn blieben die Osnabrücker, denen sich mit Fug und Recht eine sehr unaufgeregte und konzentrierte Leistung attestieren lässt, am Drücker. Dabei profitierte die Dietrich-Sieben auch von einer ungewohnt hohen Zahl technischer Fehler auf Seiten des TVD und von der Tatsache, dass auch die Torhüter der Gastgeber nicht ihren besten Tag erwischten. Tor für Tor wuchs der Vorsprung der HSG bis schließlich nach 38 Minuten ein nahezu sensationelles 10:18 an der Anzeigentafel prangte. Doch was auf den ersten Blick beinahe schon wie eine Vorentscheidung anmutete, war dies angesichts der Qualität des Dinklager Kaders beileibe noch nicht. So zeigten Hausherren Moral, verkürzten eine Viertelstunde vor dem Ende noch einmal auf 16:20 und kamen somit vorrübergehend wieder in Schlagdistanz. Doch die Gäste, bei denen Dietrich nun die Breite seines Kaders ausspielte und in der Lage war, auch in der Schlussphase noch einmal frische Kräfte zu bringen, ließen sich vom Aufbäumen des TVD nicht aus der Ruhe bringen und setzten sich durch Alexander Schilling in der 55. Minute erneut und nun tatsächlich entscheidend auf sechs Tore ab (18:24). Letzte Zweifel zerstreute letztendlich Jan-Nicolas Pötter mit seinem achten Treffer zweieinhalb Minuten vor der Sirene zum 20:26. Dem TVD blieb schließlich nur noch, bis zum Schlusspfiff auf 23:27 zu verkürzen.

Für den TV Dinklage bedeutet die erste Heimpleite seit Januar einen Dämpfer im Kampf um den Verbandsliga-Aufstieg, für die Osnabrücker hingegen könnte der selten gefährdete und überzeugende Auswärtssieg, samt Ausrutscher der Konkurrenz aus Eicken, ein echter Meilenstein für den weiteren Saisonverlauf sein, spielt die Dietrich-Sieben im neuen Jahr doch bis auf das Gastspiel in Bohmte gegen sämtliche Mannschaften aus der Spitzengruppe daheim.

HSG Osnabrück: Jan-Nicolas Pötter 8, Jan Wendte 7/4, Marvin Lötzbeyer 4, Maximilian Große Wördemann 3, Malte Fallenbeck 1, Béla Mokrys 1. Fritz Rothe 1, Alexander Schilling 1, Mirco Wolter 1, Christian Bolte, Philipp Röttges, Johannes Rüschen, Johannes Frostmann (TW), Johannes Küpper (TW). Trainer: Timm Dietrich.

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