– HSG stellt früh die Weichen –

Osnabrücker Handballer mit klarem Sieg gegen Oldenburg – Wendte trifft 15 mal

Angeführt vom 15-fachen Torschützen Jan Wendte haben die Landesliga-Handballer der HSG Osnabrück im Aufstiegsrennen einen weiteren Schritt gemacht und gegen den TvdH Oldenburg II einen klaren 36:26-Heimsieg eingefahren. Dabei konnte der deutliche Erfolg nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Osnabrücker im gesamten Spielverlauf Schwierigkeiten hatten, ihr spielerisches Optimum zu erreichen.

Steuerte satte 15 Treffer zum Sieg seiner Mannschaft bei: Osnabrücks Jan Wendte. Foto: Sebastian Siebert.

Im Gegensatz zum Heimsieg gegen den FC Schüttorf 09 tauchten mit Thorben Hasse und Sören Vinke zwei Akteure nicht im Kader der HSG auf. Auch Dietrich nahm angesichts des sich aufgelösten Personalengpasses auf der Torwartposition wieder seine bevorzugte Rolle an der Seitenlinie ein. Mit von der Partie waren dafür Johannes Frostmann, Sebastian Siebert und Mathias Wygold. Auf der Gegenseite hatten die Gäste aus Oldenburg den Ausfall ihres zweitbesten Schützen Tjardo Stoffers zu verkraften. Da mit Hendrik Sörnsen der beste Oldenburger dieser Kategorie und Spielmacher in Personalunion die Reise nach Osnabrück antrat, griff Dietrich erneut auf das gegen Schüttorf erfolgreich getestete Abwehrsystem mit einem offensiven Malte Fallenbeck zurück. Auch gegen den abstiegsbedrohten TvdH sollte dieses taktische Element rasch Früchte tragen. Trotz vereinzelter Abstimmungsschwierigkeiten stellte die HSG-Deckung die Gäste offenbar vor eine nur schwer zu bewältigende Aufgabe. Lediglich bis zum 2:2 blieb das Ergebnis ausgeglichen, ehe die Osnabrücker sich anschickten, schon früh den Grundstein für den späteren Heimsieg zu legen. Mit einem 7:0-Lauf setzten sich die Hausherren bis zur 13. Minute bereits auf 9:2 ab. Auch die bereits nach siebeneinhalb Minuten genommene Auszeit des TvdH verpuffte zunächst, sodass die Gäste erst Mitte des ersten Durchgangs und schwerlich in die Partie fanden. Gegen die nun kompakter stehende Gästedeckung ließen die Hasestädter von nun an immer wieder den unbedingten Zug zum Tor vermissen. In der Konsequenz blieb es bis zum Seitenwechsel (16:9) bei einem Sieben-Tore-Vorsprung für die HSG.

Ein komfortables, jedoch noch nicht spielentscheidendes Polster, das sich auch nach Wiederbeginn zunächst nicht weiter vergrößerte. Vielmehr schienen sich die Osnabrücker fortan auf das Verwalten des Vorsprungs zu beschränken und offenbarten besonders in der Defensive einige Nachlässigkeiten. So war es besonders der 11 mal erfolgreiche Steffen Trawinski, der sich gegen die schon beinahe sichere Niederlage stemmte und die Lücken in der HSG-Deckung schonungslos aufdeckte. Offensiv hingegen zeigten die Osnabrücker an diesem Abend eine über weite Strecken ansprechende Leistung, kreierten immer wieder Chancen für die Rückraumschützen Pötter und Wendte und gewannen zudem in Person von Fritz Rothe eine Vielzahl an Eins-gegen-Eins-Situationen. So kam es, dass die Hausherren trotz der eigenen Schwächen im Deckungsverbund nie mehr ernsthaft in Gefahr gerieten und den Vorsprung Mitte der zweiten Hälfte sogar erstmals auf zehn Treffer ausbauen konnte. Die Partie plätscherte nun mehr oder minder ihrem Ende entgegen, ohne dass eines der beiden Teams noch nennenswert etwas an der Tordifferenz zu ändern wusste.

Alles in allem ein verdienter Sieg für die HSG Osnabrück, die sich lediglich ankreiden lassen muss, in wenigen Situation im Angriff zu statisch agiert und im zweiten Durchgang mit 17 Gegentreffern defensiv eine ihrer schwächeren Leistungen präsentiert zu haben. Dennoch war es im Kampf um den Aufstieg ein äußerst wichtiger Sieg, bedeutet er doch, dass die HSG nach Minuspunkten weiter an der Spitze der Liga steht und auch das Torverhältnis deutlich aufbessern konnte. Selbstbewusst können die Osnabrücker somit den Gang zum schweren Auswärtsspiel beim TV 01 Bohmte antreten. Anwurf zum Derby beim Verbandsligaabsteiger, der derzeit auf Rang sechs der Tabelle rangiert, ist am Samstag, den 10. März um 19:30 Uhr in der Sporthalle an der Jahnstraße.

HSG Osnabrück: Jan Wendte 15/9, Jan-Nicolas Pötter 6, Malte Fallenbeck 3, Fritz Rothe 3, Christian Bolte 2, Maximilian Große Wördemann 2, Marvin Lötzbeyer 2, Mathias Wygold 2, Mirco Wolter 1, Frederic Hinz, Alexander Schilling, Johannes Frostmann (TW), Johannes Küpper (TW), Sebastian Siebert (TW). Trainer: Timm Dietrich.

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