HSG reist zum Topspiel nach Eicken

Osnabrücks Handballer wollen den „Schwung mitnehmen“ – Eicken ohne Albert Brack

Ein Blick auf die aktuelle Tabelle der Handball-Landesliga der Männer verrät: Wenn die HSG Osnabrück am kommenden Samstag bei der Eickener Spvg. Gastiert, handelt es sich gegenwärtig um das absolute Spitzenspiel dieser Klasse. Während die Osnabrücker, die durch den Sieg gegen Friesoythe in der Vorwoche den Platz an der Spitze erobern konnte, bei eigenem Erfolg die Tabellenführung behaupten würde, dürfte die Marschroute der ESV ganz klar als Rückeroberung des ersten Platzes definiert sein, nachdem diese Platzierung durch die etwas überraschend Niederlage bei Aufsteiger HSG Wilhelmshaven vor Wochenfrist geräumt werden musste.

Verzichten muss Eickens Trainer Maik Rapczinski bei diesem Unterfangen definitiv weiterhin auf Kreisläufer Albert Brack. Die wichtige Säule des Teams laboriert wohl noch mindestens bis zum Jahreswechsel an einem Knöchelbruch. Doch die jüngsten Ergebnisse zeigen, dass die ESV durchaus gewillt und auch in der Lage, diesen ohne Frage schwerwiegenden Ausfall mannschaftlich geschlossen zu kompensieren. Auf der Gegenseite hat Osnabrücks Trainer Timm Dietrich bei der Nominierung seines Derby-Kaders erneut mit Luxusproblemen zu kämpfen, stehen doch erneut gleich 18 einsatzfähige Spieler zur Verfügung. Gesetzt sein dürfte nach der zuletzt gezeigten Leistung wohl HSG-Schlussmann Johannes Frostmann, der zudem ebenso wir Mirco Wolter (die beide auch bereits für Eicken aufliefen) aus Melle stammt und somit eine besonders Motivation für das Derby mitbringen dürfte. Kleinere oder größere Fragezeichen stehen noch hinter der Einsatzfähigkeit der zuletzt in unterschiedlichem Maße angeschlagenen Frederic Hinz, Philipp Röttges und Bastian Faul. Anders sieht es bei Maximilian Große Wördemann aus. Der Defensivexperte wird nach zuletzt beruflicher Verhinderung in Eicken wieder für die HSG auf dem Parkett stehen.

Nachdem in den vergangenen Jahren für die Osnabrücker in Eicken stets nur wenig zu ernten war, haben sich die Vorzeichen zwar nicht vollständig verkehrt, doch es ist der Eindruck entstanden, als sei die HSG in der aktuellen Situation ein gutes Stück an den Vorjahresdritten herangerückt. In der Favoritenrolle sieht Dietrich sein Team dabei nicht: „Wir hatten zwar unter dem Strich einen sehr guten Saisonstart und stehen derzeit vor Eicken in der Tabelle, doch davon auszugehen deshalb gleich in Eicken die besseren Karten zu haben, wäre grundfalsch.“ Ohnehin sei die Tabellenführung lediglich der Tatsache geschuldet, dass sein Team derzeit ein Spiel mehr auf dem Konto habe, so Dietrich. Einen Ton, in den der HSG-Vorsitzende und Co-Trainer Mathias Wygold einstimmt, der sagt: „dass wir zwar optimistisch sind, qualitativ mithalten zu können, man aber auswärts in Eicken immer zusätzlich eine Topleistung benötigt, um dort zu bestehen. Wir sehen uns da definitiv in der Rolle des Herausforderers. Allerdings keineswegs in der eines chancenlosen. Wir wollen den Schwung der letzten Wochen auf jeden Fall mitnehmen und für uns nutzen.“

Vieles deutet somit aus neutraler Perspektive auf ein Duell auf Augenhöhe hin. Während Eicken durch den Verlust von Albert Brack zwar geschwächt, aber vielleicht auch etwas unberechenbarer geworden zu sein scheint, setzt die HSG erneut auf die Ausgeglichenheit des Kaders und besonders auf die in dieser Saison insgesamt sehr stabile Deckung.

Anwurf ist am Samstag, den 11. November um 18 Uhr in der Sporthalle Eicken-Bruche am Segelfliegerweg in Melle.

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