– HSG erleidet Schiffbruch –

26:32 gegen Wilhelmshaven – Erste Heimniederlage nach 13 unbesiegten Partien

Der Heimnimbus ist gebrochen. Ausgerechnet gegen Aufsteiger HSG Wilhelmshaven, bei dem die Osnabrücker Landesliga-Handballer im Hinspiel beim 35:24-Auswärtssieg noch ihren bis dato höchsten Saisonerfolg feierten, setzte es eine deutliche, jedoch nicht unverdiente 26:32-Pleite. Dabei hatte Osnabrücks Trainer Timm Dietrich vor der Partie noch gewarnt: „Uns war klar, dass unser Gegner seit dem Hinspiel einen riesigen Schritt nach vorne gemacht hat und das Ergebnis kein Maßstab sein konnte.“ Allein es half nichts, denn seine Mannen fanden zu keinem Zeitpunkt in die Partie und offenbarten dabei besonders zwei gravierende Schwachstellen.

Konnte mit seinen fünf Treffer die Niederlage nicht abwenden: Osnabrücks Jan Wendte. Archiv-Foto: Martin Köchert.

Im Vergleich zum Derby beim TV Georgsmarienhütte gehörten Maximilian Große Wördemann, Malte Fallenbeck und Torwart Sebastian Siebert gegen Wilhelmshaven nicht dem Osnabrücker Kader an. Für sie mit dabei waren Johannes Rüschen, Johannes Frostmann und Mathias Wygold. Blieb die Partie bis in die 8. Minute eng (4:4), setzten sich die Gäste durch vier Treffer in Folge erstmals auf 4:8 ab. Schon früh offenbarte sich, was an diesem Abend die Knackpunkte für die am Ende herbe Niederlage werden würden. „Es ist bekannt, dass Wilhelmshaven mit Eike Schanko und Ruben Eden über Rückraumspieler verfügt, die immer wieder gerne in den Schuss gehen, sobald sich nur im Ansatz eine Möglichkeit dazu bietet“, so Dietrich und weiter: „Leider haben wir es im gesamten Spiel nicht geschafft, das so zu verteidigen, wie es nötig gewesen wäre.“ So sah der Coach sein Team in vielen Situationen deutlich zu defensiv und passiv agieren. Einladungen, die besonders der elffache Torschütze Eden dankend annahm. Auch Schanko und der achtmal erfolgreiche Thore Schönheim genossen sichtlich die sich bietenden Freiheiten. Auf der Gegenseite zeigte auch die Osnabrücker HSG immer wieder, warum sie grundsätzlich zu Recht zu den Teams zählt, die in dieser Saison um den Aufstieg in die Verbandsliga kämpfen. „Spielerisch haben wir es besser gemacht als zuletzt in Sandkrug und Georgsmarienhütte“, analysierte Dietrich und musste kaum erwähnen, was augenscheinlich war. Immer wieder scheiterten seine Schützlinge trotz bester Möglichkeiten am Keeper der Gäste oder an sich selbst. Allein im ersten Durchgang blieben sicher beinahe ein Duzend aussichtsreiche Möglichkeiten ungenutzt (allein drei Siebenmeter). Die Konsequenz prangte beim Seitenwechsel in großen Lettern an der Anzeigetafel – 11:17. Ein Rückstand, dem die Hausherren auch im zweiten Durchgang permanent hinterherliefen und der sich schlussendlich bereits als entscheidende Hypothek entpuppte. Zweimal kamen die Osnabrücker, bei denen offensiv der fünffache Torschütze Fritz Rothe mit dynamischen Eins-gegen-Eins-Aktionen zu gefallen wusste, noch auf vier Treffer heran. Letztmals beim 19:23 in der 47. Minute. Dietrich setzte noch einmal alles auf eine Karte und stellte in der Auszeit seine Deckung um. Doch auch diese Maßnahme führte keine Wende mehr herbei. Bemerkenswert unbeeindruckt und souverän brachten die Gäste, die mit lediglich zehn Spielern angereist waren, die Begegnung über die Zeit und fuhren so einen durchaus auch in dieser Höhe verdienten Erfolg ein.

Für die Osnabrücker ist die Pleite ein herber Dämpfer im Kampf um den Aufstieg und die Fortsetzung des Negativtrends der letzten Wochen. An der Tabellenkonstellation hat sich indes nur wenig verändert. Weiterhin können die Osnabrücker aus eigener Kraft Platz eins erreichen. Einzig die derzeitigen Leistungen sind Anlass zur Sorge. Die Chance sich für den gegen die Jadestädter erlittenen Schiffbruch zur rehabilitieren, bietet sich dabei bereits am kommenden Samstag, wenn die Dietrich-Sieben erneut daheim antreten darf. Um 18 Uhr zu Gast dann der aktuelle Tabellenfünfte vom FC Schüttorf 09.

HSG Osnabrück: Fritz Rothe 5, Jan Wendte 5/1, Béla Mokrys 4, Marvin Lötzbeyer 3, Thorben Hasse 2, Alexander Schilling 2, Mirco Wolter 2, Christian Bolte 1, Jan-Nicolas Pötter 1, Johannes Rüschen 1, Frederic Hinz, Mathias Wygold, Johannes Frostmann (TW), Johannes Küpper (TW). Trainer: Timm Dietrich.

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